First-Party Data
Kategorie: Analytics
Definition
First-Party Data sind Daten, die ein Unternehmen direkt von seinen Kunden sammelt, z.B. durch Website-Interaktionen, Käufe oder Newsletter-Anmeldungen. Diese Daten sind besonders wertvoll für personalisiertes Marketing.
Praxisbeispiele
Ein Online-Modehändler erfasst, welche Produkte ein Kunde auf seiner Website angesehen, in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft hat. Diese First-Party Data nutzt er, um dem Kunden in einer personalisierten E-Mail genau diese Artikel erneut vorzuschlagen und einen kleinen Rabattcode anzubieten, um den Kauf anzuregen. Ein lokales Fitnessstudio sammelt über sein Online-Anmeldeformular Informationen wie Alter, bevorzugte Trainingszeiten und Fitnessziele seiner Neukunden. Diese Daten werden anschließend verwendet, um maßgeschneiderte Kursangebote per E-Mail zu versenden, die genau auf die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Mitglieder zugeschnitten sind, beispielsweise spezielle Yoga-Kurse für ältere Teilnehmer oder intensive Cardio-Einheiten für jene mit Gewichtsverlustzielen. Ein deutscher Lebensmittel-Lieferdienst speichert die Bestellhistorie und bevorzugten Produktkategorien seiner Nutzer. Wenn ein Kunde beispielsweise regelmäßig Bio-Gemüse bestellt, erhält er gezielte Benachrichtigungen über neue Bio-Produkte im Sortiment oder saisonale Angebote, die auf seine bisherigen Kaufmuster abgestimmt sind.