Third-Party Cookies
Kategorie: Digital Marketing
Definition
Third-Party Cookies sind Cookies, die von Drittanbietern gesetzt werden, um Nutzer über verschiedene Websites hinweg zu tracken. Sie werden für Retargeting und Werbezuordnung genutzt, stehen aber vor dem Aus.
Praxisbeispiele
Stellen Sie sich vor, Sie besuchen die Website eines großen deutschen Elektronikhändlers, sagen wir MediaMarkt, um sich nach einem neuen Fernseher umzusehen. Während Ihres Besuchs werden Third-Party Cookies des Werbenetzwerks Criteo auf Ihrem Gerät platziert. Wenn Sie später eine Nachrichtenseite wie Spiegel Online aufrufen, sehen Sie dort plötzlich Bannerwerbung für genau den Fernseher oder ähnliche Modelle, die Sie zuvor bei MediaMarkt angesehen haben. Dies ist ein klassisches Beispiel für Retargeting, ermöglicht durch Third-Party Cookies. Ein weiteres häufiges Szenario ist die Messung der Effektivität von Online-Werbekampagnen. Ein Unternehmen wie die Deutsche Bahn schaltet eine Anzeige auf Facebook für ein neues Sparticket. Klickt ein Nutzer auf diese Anzeige und bucht anschließend ein Ticket auf der Website der Deutschen Bahn, kann ein Third-Party Cookie, der von Facebook gesetzt wurde, diese Konversion dem ursprünglichen Werbeklick zuordnen. So kann die Deutsche Bahn nachvollziehen, welche Anzeigen wirklich zu Buchungen führen und ihre Marketingausgaben optimieren. Nehmen wir an, Sie durchstöbern verschiedene Blogs und Online-Magazine, die sich mit dem Thema Reisen beschäftigen. Während Sie Artikel über Reiseziele lesen, werden im Hintergrund Third-Party Cookies von Anbietern wie Google AdSense geladen. Diese Cookies sammeln Informationen über Ihre Interessen und die von Ihnen besuchten Seiten, um Ihnen später auf anderen Websites, beispielsweise beim Online-Banking oder in sozialen Medien, relevante Werbung für Reiseangebote oder Hotels anzuzeigen, die zu Ihrem Surfverhalten passen.